‘t’ – solipsystemology (D)

Der Sänger / Multi-Instrumentalist Thomas Thielen ist der Mann hinter dem Ein-Mann-Progprojekt “t“. Sein Projektname ist einfach, die Albumtitel dagegen nicht. Man bircht sich beinahe die Zunge beim Titel seines neuesten Albums: “Solipsystemology“. Dieses siebte Album ist der dritte Teil eines musikalischen Romans. Die früheren Teile sind “fragmentropy” und “Epistrophobie“. Die Soundscapes und Sounds, die er verwendet, sind manchmal exzentrisch. Er arbeitet regelmäßig ins “Gegenteil”, so kommen die Echos zu einem, anstatt einen zu verlassen. Doch seine eigensinnige Musik klingt oft sehr natürlich.

Die gesprochenen, gesampelten Stimmen kommentieren die Geschichte. “T” verwendet keine einfache Sprache: Die Texte (in denen er einige Wörter selbst erfunden hat) sind kompliziert. Selbst bei der Übersetzung werden sich viele Menschen mit Wörtern wie Solipsismus fragen: Soli was? Solipsismus ist ein Geisteszustand, in dem jemand denkt, dass die Welt um ihn herum nur in seiner Wahrnehmung existiert. “T” hat Psychologie studiert, die (teilweise) den Inhalt seiner Texte erklärt.

The End Of Always” beginnt mit seltsamen Klängen und traurig klingenden Vocals, das Sampling wurde im Hintergrund hinzugefügt. Augenblicke später erklingen Thomas ‘klare Vocals zu sphärischer Musik. Dies ist ein schöner, gemächlicher Anfang des Albums. Die Wende zu mehr Lautstärke erfolgt ziemlich plötzlich. Dieser Volume-Unterschied ist recht groß, aber cool! Lautstärke und Atmosphäre ändern sich mehrmals, und das sind nicht nur Unterschiede, sondern Kontraste.

That Thought You Lost At Home“, erhält nach dem etwas scharfen Start eine ruhige Wendung. Das aber nur für einen Moment, weil das Tempo wieder ansteigt. Wieder erlebt man viel, wie leichte Folk-Elemente, mehrstimmigen Gesang und Vocals, die so weit im Hintergrund stehen, dass sie kaum hörbar sind. Die minimalistischen Stücke sind manchmal ziemlich kompliziert.

A Haunted Ghost” enthält ebenso viele Arten von speziellen Sounds und Effekten, auch im Hinblick auf den Gesang. Darüber hinaus gibt es wieder Kontraste. Der Sound von nüchtern klingenden “Streichern” ist ziemlich kurzweilig, aber interessant hinzugefügt. Dieses Lied endet mit Tönen, als würde ein Film auf Band abgespult. Die Komplexität setzt sich fort in “Lifeoscopy” und “Laughter’s Cold Remains“.

In „When We Were Us“ herrscht Chaos in Gesang und in der Musik. Das Chaos verwandelt sich in Minimalismus und wieder zurück. Nach dem Chaos des vorherigen Songs ist “Beyond The Dark” wieder ruhig gehalten. Die Emotion in Thomas ‘Stimme ist deutlich zu hören. Wegen der extrem leisen Musik muss man hin und wieder aufmerksam zuhören. Das leise Lachen hat etwas Geheimnisvolles, die geheimnisvolle Atmosphäre bleibt bis zum Ende bestehen.

Sowohl die (Pop) Rock-Parts als auch die ruhigen Parts besitzen schöne Details, man wird ständig dazu gezwungen, intensiv zuzuhören. Es gibt viel zu hören, trotz dieser Menge an “Zutaten” ist es nicht unbedingt bombastisch.

Es ist komplex, es dauert lange, bis man die Texte und Wendungen versteht. Alle Stücke folgen direkt aufeinander ohne Unterbrechung. Wenn man alles verstehen will, was “es” singt, dann muß man “tief graben”, vielleicht wird mane trotzdem nicht verstehen können.

Wenn man nicht Lust hat, so tief einzutauschen, lässt man sich einfach mitreißen. “Solipsystemology” ist ein ausgewogenes, aber zugängliches Album. Einerseits einfach zuzuhören, andererseits wieder nicht.

 

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Tracklist:
01 – the end where we begin the end of always
02 – the end where we begin that thought you lost at home
03 – the trauma of happiness a haunted ghost
04 – the trauma of happiness lifeoscopy
05 – the trauma of happiness laughter’s cold remains
06 – solipsisters when we were us
07 – solipsisters beyond the dark

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