Nth Ascension – Stranger Than Fiction (D)

Vor etwa neun Jahren wurde in England eine Prog-Band mit dem Namen “Nth Degree” gegründet. Einige Jahre später änderte sie dies in NTH Ascension. Sie veröffentlichten zwei vollständige Alben bisher unter diesem Namen. Dies sind “Ascension Of Kings” (2014) und “In Fine Initium” (2015). Diese Alben wurden über Melodic Revolution Records veröffentlicht. Anfang dieses Jahres gründeten diese Progger ihr eigenes Label “Metatronic Records“. Nun ist ihr drittes Album “Stranger Than Fiction” erschienen.

The Opening” beginnt sanft mit Regen und Donner. Dies wird mit sphärischer Musik kombiniert. Das verträumte “Singen” ist wortlos und verschmilzt mit der Musik, es bleibt bis zum Ende wunderbar verträumt. “True Identity” beginnt würziger. Dieser Song wird langsam aufgebaut. Michael Alan Taylor singt leicht theatralisch. Er macht das aber weniger als vorher und wechselt mit dem neutraleren Gesang ab. Die coolen Bass Grooves stammen von Gavin Walker. Instrumentalsounds, in denen Gitarrist Martin Walker eine starke Rolle spielt, wechseln sich gut mit dem Gesang ab. Das letzte Stück wird straff gespielt.

Die Keys spielen zu Beginn von “Fire In The Sky” die Hauptrolle. Dies ist die Arbeit des TEN-Keyboarders Darrel Treece-Birch. Der erste Part ist leise, was sich ändert, als Schlagzeug und Streicher deutlicher zu hören sind. Der Rhythmus ist geradlining aber aufregend, der Gesang stimmt damit überein. Mehrere Sounds wurden übereinandergelegt, dies ist eine großartige Konzession. Da einige Dinge ein paarmal wiederkehren, ist der Überraschungseffekt an Wendungen etwas geringer. Dadurch fallen aber die Details, zum Beispiel bei den Drums von Craig Walker, besonders gut auf. Schönes aber unerwartetes Ende. “Reconciled” ist das erste kühlere Epos, es erlischt langsam.

Die Clanaan-Chronik begann mit “Ascension Of Kings“. Jetzt sind wir bei “The Gathering (Clanaan pt7)” angekommen. Spoken Words vermischen sich mit Gesang. Die Worte sind die gleichen, aber nicht völlig synchron, das erzeugt etwas Besonderes. Gesang und Musik bewegen sich gut miteinander.

Journeys End (Clanaan pt8)” bestitzt ebenso eine sehr gute Struktur. Der Schlenker, etwa nach der Mitte des Songs, ist super. Die zwingende Musik ist schwer zu ergründen und hat fast eine hypnotische Wirkung. Ein Hinweis an eine Melodie von einem vorherigen Album kehrt subtil zurück. Es wird unaufgeregt gespielt, fühlt sich aber großartig an. Dieses Epos fadet sehr langsam aus. “Lament (Clanaan pt9)” ist ein stiller und sehr kurzer Teil der Chronik.

Zum Schluss gibt’s “Sound to Light“, eine Nummer ebenfalls mit fantastischen Wendungen. Die Details sind erhaben über die Boxen verteilt. Die Musik ist manchmal so intensiv, dass sie unter die Haut kriecht. Es gibt eine totale Harmonie zwischen Tasten und Saiten, sie verschmelzen manchmal. Sehr gelegentlich gibt es detailreich die Becken in der Ferne zu hören. Der abgerundete Teil nimmt an langsamen Weisen etwas Zeit in Anspruch, dann werden Tempo und Lautstärke angehoben. Dieses Epos scheint zu sterben, für einen Moment herrscht Stille … danach wird es aber einen weiteren runden Part geben. Was ist das schön gemacht!

Es gibt Ähnlichkeiten, weil verschiedene Elemente aus den beiden vorherigen Alben zurückkehren. Dennoch wiederholen sie sich nicht, weil man dennoch Unterschiede heraushört. Der größte Unterschied ist, dass “Stranger Than Fiction” wachsen muss, weil es komplizierter ist als sonst. Manchmal klingt es beeindruckend, ohne bombastisch zu sein. Andere Momente sind atmosphärisch. Beide “Disziplinen” enthalten viele Details. Alle Stücke sind faszinierend in ihrer Struktur. Die Texte sind ziemlich kompliziert, Gesang und Musik sind ständig im Gleichgewicht. NTH Ascension waren schon immer gut, haben sich aber nochmal verbessert!

(91/100) (Metatronic Records)

Facebook: Nth Ascension

Bandcamp: Nth Ascension

     

Tracklist:
1. The Opening- 05:59
2. True Identity – 05:26
3. Fire In The Sky – 07:51
4. Reconciled – 10:27
5. The Gathering (Clanaan pt7) – 07:17
6. Journeys End (Clanaan pt8) – 15:48
7. Lament (Clanaan pt9) – 01:40
8. Sound To Light – 18: 14

Line-Up:
Michael Alan Taylor – zang
Darrel Treece-Birch – keyboards
Craig Walker – drum en percussie
Gavin Walker – bas
Martin Walker – elektrisch en akoestisch gitaar

Please feel free to comment / Reacties zijn van harte welkom

Deze website gebruikt Akismet om spam te verminderen. Bekijk hoe je reactie-gegevens worden verwerkt.

  • Under the latest Dutch reviews is an English translation made by DeepL
%d bloggers liken dit: